Reise zum Nordkapp und zurück #9.1

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So viel kann ich schon einmal verraten: Diese Woche habe ich das Nordkap erreicht. Aber heute möchte ich euch erst noch einmal mit auf dem Weg dorthin nehmen. Denn der Weg ist ja wie immer das Ziel.

Den Bericht vom Nordkap und die Bilder gibt es dann im Laufe der nächsten Tage! Jetzt aber erst einmal dort hinkommen…

Bye, bye Finnland

Ich habe letzte Woche schon erzählt, dass ich ein wenig wehmütig an der finnischen Grenze hänge, da in Finnland das Internet so furchtbar günstig ist. Aber nicht nur das: auch die Landschaft ist ein absoluter Traum.

Das beste Beispiel ist dieser Fluss. Fluss war auf einmal da. Ich bin über eine kilometerlange Autobahn gefahren (in Deutschland wäre das eher eine Landstraße, aber was solls=)). Schon seit einer guten Stunde habe ich dabei die wunderbaren Farben des Sonnenuntergangs bewundert. Irgendetwas zwischen knallrot und basslila. Gerade weil die Sonne es im Winter nicht über den Horizont schafft, ist es doch ein schönes Trostpflaster, dass die Dämmerung über 3-4 Stunden dauert. Nach einer Abzweigung bin ich dann über eine kleine Brücke gekommen.

Zuerst bin ich über die Brücke einfach drüber gefahren. Doch schnell habe ich realisiert, wie traumhaft schön der Blick sowohl nach links (Titelbild) als auch nach rechts ist:

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Deshalb bin ich noch einmal umgekehrt und habe den Ausblick auf diesen angefrorenen Fluss genossen.

Ich habe das Gefühl Lappland bietet jede Sekunde solch einen Ausblick. Egal wo ich hinsehe, die Natur ist einfach überall traumhaft schön in ihrem rein weißen Kleid.

Bye, bye Finnland! Ich vermisse dich jetzt schon und komme sicher wieder!

Kälte und Batterie

Seitdem es in Finnland so richtig knackig kalt geworden ist, habe ich mir angewöhnt einmal am Tag meine Autobatterie aufzuladen. Ich habe kein separates Stromsystem im Auto, den Laptop und die Powerbanks lade ich nur während der Fahrt, sonst brauche ich keine Elektrizität. Lediglich die Standheizung nutze ich auch im Stand. Diese braucht zwar nicht übermäßig viel Strom, aber gerade in der Kälte stellt die Batterie auch nicht so viel Energie zur Verfügung.

Deshalb mein Motto: Vorsicht ist besser als Nachsicht. Ich habe mir also ab -5 Grad angewöhnt die Starterbatterie mit einem Batterieladegerät einmal am Tag zu laden. Und toi toi toi, bisher konnte der Wagen auch bei 12 Stunden Dauernutzung der Standheizung und -17 Grad noch immer starten.

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In Finnland ist es tatsächlich nicht so schwierig das Auto zu laden. Die meisten Autos sind mit einer Motorheizung/ Standheizung ausgestattet, deshalb gibt es überall diese Steckdosen zum Anschließen. Meistens frage ich vorher und oft zahle ich auch 5€ oder mehr für 1-2 Stunden laden. In diesem Fall habe ich an der finnisch-norwegischen Grenze keine Möglichkeit gefunden die Batterie zu laden. Deshalb habe ich mich kurzerhand an meinem letzten Abend in Finnland an dem Strom einer Kirche vergriffen. Ich denke die würden mir das so oder so genehmigen.

Das war tatsächlich eine gute Entscheidung, denn Finnland hat mich mit zweistelligen Minusgraden verabschiedet. Das war die erste Nacht, in der ich die warme Luft der Standheizung erfolgreich ins Dachzelt gelenkt habe. Dadurch hatte ich im Dachzelt nur noch -2 Grad. Fast kuschelig =)

Hei Norge!

Am nächsten Morgen geht es gleich weiter nach Norwegen. Schon letztes Jahr habe ich mich in dieses wunderbare Land verliebt und wurde auch heute nicht enttäuscht.

Ich folge auf meiner Reise zum Nordkapp gerne den braunen Schildern am Straßenrand, die Sehenswürdigkeiten markieren. Dieses Mal hat es sich wirklich gelohnt: the Trolls of Trollholmsund.

Nach ein paar Kilometern auf und viel mehr ab endet die Straße bei einem kleinen Parkplatz., danach kommen nur noch zwei Bauernhöfe. Auf diesem kleinen Parkplatz kann man prima für eine Nacht stehen – zumindest im Winter. Am nächsten Tag bin ich vorbei an den Bauernhöfen und entlang der Beschilderung zu den Trollen gelaufen. Unbedingt empfehlenswert!

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In etwa einer halben Stunde bist du da und hast einen wunderbaren Ausblick auf diese monumentalen Steine – Verzeihung – Trolle, sowie das Meer. Auf dem Blog besser-nord-als-nie.net habe ich diese Sage dazu gefunden:

Laut einer alten samischen Sage kamen die Trolle durch die Finnmarksvidda während einer Nacht bis zu diesem Ort. Sie trugen eine Schatztruhe mit Gold und Silber mit sich. Am Porsangerfjord wollten sie in die Berge hinein und fingen an Höhlen in die Bergkuppen zu graben. Da aber keine der Höhlen groß genug wurde, begaben sie sich weiter. Irgendwann kamen sie an einer Landzunge an und wollten den Fjord überqueren. Da näherte sich aber schon der Tag und die Trolle mussten eine sicheres Versteck vor der für sie gefährlichen Sonne finden. Die Schatztruhe ließen sie an der Landzunge stehen. Bevor sie jedoch einen geschützten Ort finden konnten, ging die Sonne auf. Bei der Berührung mit den ersten Sonnenstrahlen verwandelten sich die Trolle in Steine.

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Insel Magerøya

Am gleichen Abend geht es noch weiter auf die „Nordkap Insel“ Magerøya. Fast zufällig habe ich in Nodvågen einen wunderbaren Stellplatz gefunden, an dem ich gleich zwei Tage verbracht habe. Es war zwar etwas windig, dafür aber an der einen Seite ein Berg als Windschutz und auf der anderen Seite direkter Meerblick.

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Beim Spazieren an der Küste habe ich einen interessanten Fund gemacht. Zuerst war ich über dieses komische Gebilde, vor allem aber über den Geruch etwas verwundert. Auf Instagram konnte ich mich aber schnell von euch belehren lassen, dass das wohl Stockfisch sei. Die vielen Ratschläge, ich solle doch mal probieren, habe ich dankend abgelehnt. Ich bin doch Vegetarier. Und selbst wenn nicht, wäre ich es nach dem Fischgestank vielleicht geworden.

Da es mir hier so gut gefallen hat und das Wetter ohnehin noch zu trüb für einen guten Ausblick am Nordkap war, bin ich gleich noch ein Tag geblieben. Aber dann endlich: Am nächsten Morgen bin ich noch vor der Dämmerung direkt ans Nordkap gefahren. Denn das Wetter war bombastisch vorhergesagt!

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Wie gehts weiter?

Mehr zum Nordkapp gibt es im nächsten Beitrag! Ich kann euch schon einmal versprechen: Der Wetterbericht hat nicht gelogen…

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    7 Kommentare

    1. Hallo Rebecca!
      Nun hast Du es doch noch vor Weihnachten bis zum Nordkapp geschafft.
      Schöne Fotos.
      Wirst Du zu Weihnachten am Nordkapp übernachten und wie ist das Wetter dort oben?
      Unbedingt solltest Du Dir den Panoramafilm in der Nordkapphalle anschauen.
      Ich war im Mai 1998 am Nordkapp und konnte den Film, nachdem alle Busse wieder weg waren, ganz allein in dem riesigen Kino anschauen. Echt super gemacht.
      Nachts war ich dann der einzigste Besucher dort auf dem Plateau. Es gab einige Schneeschauer, etwas Mitternachtssonne und morgens 5 cm Schnee auf dem Auto.
      Die Wettervorhersage für die nächsten Tage soll ja eher nicht so ganz gut werden, aber dafür ist morgen Vollmond. Wenn die Wolken dann aufreißen, der Mond scheint und dann noch Polarlichter zu sehen sind wäre es perfekt für Dich zum fotografieren.
      Durch das Mondlicht wird dann der Vordergrund noch etwas heller.
      Schöne Weihnachten und viel Glück mit den Polarlichtern.
      Lg Frank.

      1. Hallo Frank,
        ich bin nach einer Nacht gleich wieder umgekehrt. Ich möchte ja noch die Lofoten bewundern und Mitte Januar schon wieder in Deutschland sein. Bei 2-3 Stunden Fahrt am Tag wird das schon knapp =)

        Der Film war echt genial! Aber der Eintritt von fast 30 Euro doch etwas happig dafür…Ich hab heute Nacht extra geschaut. Leider keine Nordlichter. Aber kann man ja auch nicht immer haben!

        Ich wünsche auch ein schönes Fest!

        Lg Rebecca

    2. Hallo Rebecca!
      Noch ein kleiner Wandertipp.
      Am Ortseingang von Skarsvag beginnt ein markierter Pfad in Richtung Norden zur Felsformation „Kirkeporten“.
      Ist sehenswert. Lass dich überraschen.
      Lg Frank.

    3. Hallo Rebecca!
      Erstmal fröhliche Weihnachten.
      Wie und wo feierst Du denn so das Weihnachtsfest?
      Für Deine Rückreise noch ein paar interessante Links.
      Falls Du an Alta noch nicht vorbei bist: https://sorrisniva.no/igloo-hotel.
      Für Tromsö: https://nordnorge.com/DE-nord-troms. (Polarium und Polarmuseum)
      Weiter im Süden in Bardu betreibt Björn Klauer aus Deutschland eine Huskyfarm. (huskyfarm.de)
      Allgemein für den Norden Norwegens: nordnorge.com/de.
      Die Lofoten und Vesteraalen kann man nur empfehlen. Hohe Berge mit Schnee direkt am schwarzblauem Atlantik mit kleinen romantischen Fischerorten.
      Leider ist für Di. und Mi. dort Sturm aus N-NW angesagt. Schutz könntest Du in Brustranda auf dem Campingplatz, der ganzjährig geöffnet haben soll, finden. Ansonsten gibt es dort
      noch einige andere ganzjährig geöffnete Campingplätze.
      Besondere Highlights: die Eisbar in Svolvaer, der Blick auf Reine vom Reinebringen, die Fischerorte A, Nusfjord, Henningsvaer auf den Lofoten und Nyksund auf den Vesteraalen, die Glasbläserei in Vikten und evtl. eine Walsafari.
      Für den weiteren Weg gäbe es drei Varianten.
      Ab Bodö die Küstenstraße RV 17, am Saltstraumen und Torghättan (Berg mit Loch in der Mitte) vorbei. Ist teuer und zeitaufwendig, da viele Fähren.
      Über die E6 nach Trondheim ,Lillehammer und Oslo. Weniger zeitaufwendig, mehr Felsen.
      Evtl. viel Verkehr.
      Oder von Narvik über die E 10 nach Kiruna in Schweden und dann weiter auf der E 45 nach Süden bis Göteborg. Am Weg liegen dann das Eishotel in Jukkasjärvi und das Samimuseum in Jokkmokk. Nicht so bergig wie in Norwegen, sehr wenig Verkehr und dadurch einsamer aber schneller. Im Sommer/Herbst sind dort oft viele Rentiere und Elche auf der Straße anzutreffen.
      Den Polarkreis wirst Du so oder so wieder überschreiten. Wird aber in jedem Fall vorher durch Schilder angekündigt.
      Noch eine Gute Reise.
      Lg Frank.

      1. Ho ho ho Frank,

        ich feiere nicht wirklich Weihnachten. Aber wie es der Zufall so will habe ich pünktlich zu Weihnachten Manu und Sarah von leben-auf-achsen.ch in Norwegen getroffen und wir haben uns einen schönen Abend gemacht.

        Ja das mit dem Sturm habe ich heute Nacht schon gemerkt. Ich würde eher sagen Mo-Di ist es stürmisch =). Mal sehen, was der Mittwoch so bringt. Aber Wetter is halt wie es is…

        Ich bin gespannt, ob man zu Reinebringen raufkommt im Winter, werde es aber versuchen! Vielen Dank für deine tollen Tipps! Ist ja besser als jeder Reiseführer!

        Lg Rebecca

    4. Hallo Rebecca!
      Na ja ich war halt schon ein paar mal da.( 15 x)
      Da kennt man schon einiges. Ich möchte auch gerne wieder nach Norwegen.
      Mal sehen wie es im nächsten Jahr aussieht im Sommer oder im Herbst.
      Leider habe ich nur 40 Tage Urlaub im Jahr. Die müssen reichen.=)
      Noch zwei links: overland-4×4.de oder offdoor.blogspot.com und
      ryggsekk.net.

      Lg Frank.

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