rebeccaontheroof.com

Was kostet ein Jahr Roadtrip durch Europa wirklich?

Was kostet ein Roadtrip durch Europa wirklich?

Es ist nun ziemlich genau ein Jahr her, dass ich meine Wohnung gekündigt habe und meinen Roadtrip durch Europa gestartet habe. Seitdem bin ich ständig unterwegs und kurve quer durch die Weltgeschichte.

Ich war in diesem Jahr etwa 9 Monate in Deutschland, Österreich und der Schweiz, sowie jeweils ein Monat in Frankreich, Spanien und Portugal. Dabei bin ich etwa 42.000 km gefahren.

Mein Roadtrip durch Europa

Abgesehen von der etwas längeren Tour nach Portugal im Frühjahr mache ich meine grobe Routenplanung stets abhängig von fixen Terminen. Die feine Routenplanung ist dann von vielen anderen Faktoren abhängig. Wenn du möchtest kannst du hier mehr darüber lesen: Routenplanung für Langzeitreisende. 

Routenplanung-für-langzeitreisende
Routenplanung für Langzeitreisende

Bevor ich den Roadtrip durch Europa wirklich begonnen habe, dachte ich mir:

„Das ist ja super! Keine Miete mehr, da brauch ich ja kaum Kohle.“

Ich kann euch schon einmal vorweg sagen, dass das nicht so ist. Die Kosten für das Auto steigen rapide, Lebensmittel brauch man immer, egal ob in der Wohnung oder auf dem Roadtrip durch Europa, Versicherungen wollen auch bezahlt werden, mobiles Internet kostet mehr und und und…

Ich möchte gerne ins Detail gehen und euch die Kosten meines einjährigen Roadtrip durch Europa genau aufschlüsseln. Tatsächlich bin ich selbst etwas erschrocken, als ich die Kostenaufstellung jetzt einmal schwarz auf weiß auseinandergenommen habe – aber die Zahlen lügen nicht.

AUTO = 704 €

Größter Kostenpunkt ist natürlich das Auto. Insgesamt gebe ich monatlich 704 € für das Auto aus. Darin enthalten sind 281 € für Leasing und Autoversicherung. Das sind quasi die Fixkosten, die unumgänglich sind.

Dazu kommen noch 423 € variable Kosten, die sich wie folgt aufteilen:

Aufteilung variable Kosten Auto
Aufteilung der variablen Kosten für das Auto

Hier nimmt der Sprit mit 290 € den größten Platz des Kuchens ein. Bei 42.000 gefahrenen Kilometern auf dem Roadtrip durch Europa und einem dazugehörenden Spritverbrauch von 5.5 Liter/100 km ist das aber durchaus immer noch wenig. Da mag ich mir gar nicht vorstellen, wie hoch die Spritkosten bei großen Expeditionsmobilen werden.

Ich habe zwar ein neues Auto, aber ab uns zu muss daran auch etwas gemacht werden – und wenn es nur ein Ölwechsel ist. Das kostet mich 57 € im Monat. Außerdem baue ich auch gerne mal den ein oder anderen Unfall. Also nicht gerne, aber immer öfter. Mit ein paar kleinen aber nützlichen Gadgets hübsche ich mein rollendes zuhause ab und zu noch auf. Auch wenn das nicht mehr als 6 € im Monat ausmacht, habe ich das trotzdem in diesem Block dazu gezählt.

Davor graut es vielen Langzeitreisenden: Maut, Vignette, Tunnelgebühr, Fähre und so weiter und so fort. Ich habe in einem Jahr 600 € dafür geblecht. Für die Nutzung der Straßen & Co macht das monatlich 50 € . Die teuersten Gebühren waren in diesem Jahr auf jeden Fall in Frankreich.

Last but not least lasse ich mich auch gerne blitzen oder ohne grüne Plakette in Städten erwischen. Dafür bleche ich durchschnittlich 26 €im Monat.

Dachzelt Vitara Sonnenuntergang
Das Auto verschlingt die meisten Kosten, dafür ist es auch mein Wohnzimmer, Schlafzimmer, Esszimmer und Büro in einem!

Einsparungspotenzial Auto

  1. Bei den fixen Kosten könnte ich mich informieren, ob ich eine günstigere Vollkasko bekomme. Ich habe mal gehört man soll jedes Jahr vergleichen und gegebenenfalls wechseln? Darum habe ich mich aber noch nie gekümmert.
  2. Insgesamt sind auch einige der variablen Kosten vermeidbar oder zumindest reduzierbar. Am einfachsten wäre es, wenn ich weniger fahren würde. Damit hätte ich weniger Spritkosten, weniger Verschleiß, weniger Maut usw. und so fort. Mal sehen was das zweite Jahr on the road so an Kilometern bringt!
  3. Durch das Vermeiden von Autobahnen kann man viel an Gebühren sparen. Das weiß fast jeder, ich halte mich viel zu oft nicht dran.
  4. Preise vergleichen hilft auch häufig. So sind manche Fähren nachts günstiger als tagsüber. Online recherchieren hilft hier!
  5. Außerdem könnte ich mich auch einfach mal an die Regeln halten, damit wäre auch schon viel getan. 

Insgesamt kann ich ohne große Einschränkungen im Schnitt bestimmt 200 € pro Monat einsparen, wenn ich mich an die oben genannten Punkte halte.

LEBENSMITTEL = 452 €

Essen auswärts

Sage und schreibe 260 € pro Monat gebe ich dafür aus mich auswärts verköstigen zu lassen. Der Tee beim Bäcker zählt da genau so dazu, wie die Pizza am Abend. Das ist ganz schön viel und wesentlich mehr als früher, obwohl ich schon immer gerne essen gegangen bin.

Lebensmittel

Dazu kommen noch die Lebensmittel, die ich für unterwegs kaufe. Eigentlich koche ich jeden Tag im Auto, dafür finde ich 192 € im Monat schon recht günstig. Darin enthalten sind auch ein paar Kosmetikprodukte, sowie Tücher, Waschmittel & Co. Alles, was man im Supermarkt so besorgt. Außerdem rechne ich hier auch das Gas dazu, mit dem ich koche.

Einsparungspotenzial Essen

Beim Essen kann ich sicherlich über 100€ im Monat sparen, wenn ich weniger auswärts konsumiere und mehr in meinen eigenen „4 Wänden“ bleibe. In Cafés und Restaurants ist es mir ohnehin meistens zu laut, das sollte mir also nicht schwer fallen.

Kochen im Freien
In welchem Restaurant sieht man so einen schönen Sonnenuntergang wie hier beim Nudeln kochen?

VERSICHERUNGEN = 187 €

Insgesamt zahle ich monatlich 187 € an Versicherungen. Die teuerste Versicherung ist mit 144 € meine private Auslandskrankenversicherung. Dazu kommen noch eine Unfallversicherung und eine Haftpflichtversicherung. Das sind wesentlich weniger Versicherungen als ich früher hatte, ich fühle mich aber sehr wohl damit.

Hier sehe ich kein Einsparungspotenzial mehr.

HANDY = 160 €

Ein weiterer großer Posten sind die Handy- und Internetkosten. Mit 160 € im Monat bin ich dabei. Aktuell habe ich noch einen österreichischen Vertrag, der 60 € kostet. Wenn ich nur in Österreich wäre, würde mir das Datenvolumen locker ausreichen. Außerhalb von Österreich ist das aber alles gleich viel teurer, bzw. nicht mehr uneingeschränkt nutzbar.

Ich informiere mich bereits in den einzelnen Ländern, in denen ich mich aufhalte, wie man an günstiges Internet kommt. Dafür kaufe ich mir oft eine Simkarte im jeweiligen Land. Doch wirklich günstig ist mobiles Internet nirgendwo außer bisher in Frankreich.

Einsparungspotenzial Handy

Ich glaube, wenn man sich mit diesem Thema wirklich gut beschäftigt, sollte man mit 100 € im Monat schon klar kommen. Wirklich sicher bin ich mir da aber nicht.

Auf der anderen Seite zahle ich auch gerne ein wenig mehr für mobiles Internet, wenn es dann auch gut ist und ich es an so wunderbar schönen Orten auf der Welt nutzen kann. Gibt einen besseren Arbeitsplatz als so eine tolle Gegend?

Laghi di Fusine
An den Laghi di Fusine gibt es zwar nicht direkt Netz, aber am Parkplatz ein paar Kilometer weiter =)

ELEKTRONIK = 50 €

In der digitalen Welt braucht man auch immer mal wieder etwas aus den Digitalstores. Ein neues Ladegerät hier, eine Powerbank da oder mal wieder die Kopfhörer mitgewaschen, 50 € im Monat kommen da schnell mal zusammen.

Und da habe ich noch nicht einmal die großen Anschaffungen, wie einen neuen Laptop oder eine Kamera dazugerechnet. Einsparungspotenzial bei Elektronik gibt es bestimmt immer und überall, aber wer will das?

KLEIDUNG = 39 €

Für Kleidung habe ich noch nie wirklich viel Kohle ausgegeben. Aber mit 39 € pro Monat liege ich da sicher weit unter dem deutschen Durchschnitt. Insgesamt gab es in einem Jahr zwei paar Outdoor Schuhe, eine Wanderhose und Socken. Ob es da noch was zu sparen gibt? Ich glaube nicht.

GESUNDHEIT = 31 €

Ich habe zwar eine Krankenversicherung nur leider auch hier zu viel Schusseligkeit: Leider habe ich die Rechnungen  verloren. Sonst hätte ich noch über 200 € einreichen können. Mit ca. 15 € im Monat kann man also hinkommen, wenn die Kasse alles übernimmt. Toi toi toi!

HYGIENE = 25 €

In den 25 € für Hygiene sind alle Kosten für Duschen, Kleidung waschen, sowie Hygieneprodukte enthalten. Ich habe keine weiteren Wasser- oder Abwasserkosten, Stromkosten usw..

Das ist ein guter Wert in meinen Augen, also kein Einsparungspotenzial.

REISEN = 21 €

Neben den Spritkosten habe ich noch weitere Reisekosten in Höhe von 21 € pro Monat. Das sind Kosten für Eintrittsgelder, Liftfahrten, Zugfahrten und Souvenirs. Die meisten meiner Hobbys sind fast umsonst, denn am Berg gibt es meistens keine Eintrittsgelder – zumindest nicht wenn man den Berg zu Fuß hochgeht!

Auch hier möchte ich nicht sparen, das sind ja genau die Erlebnisse, die das Reisen so erlebnisreich machen.

Zum Beispiel das Paragliding in Kärnten im August. Ist doch wurscht, was der Lift kostet, Hauptsache es ist geil!

Titelbild_Paragliding-in-Kärnten
Paragliding in Kärnten – ein Traum!

ARBEIT = 20 €

20 € im Monat gehen für Kosten rund ums Business drauf. Darunter fallen die Kosten der Homepage, wenn ich mir mal eine App oder ein Programm anschaffe, iCloud, Dropbox usw..

Da lässt sich auch nichts mehr drücken, ich denke das geht mit der Zeit eher nach oben.

BILDUNG = 18 €

Ab und an mal ein neues Buch, die Babbl App und ein Audible Abo. 18 € im Monat ist mir meine eigen Fortbildung mindestens wert. Im Grunde viel viel mehr, das kann und wird sich ruhig auch noch erhöhen.

PARTY = 7 €

Manchmal findet man mich auch einmal auf einer Party – eher selten, aber es passiert. Mit 7 € im Monat steigt die Sause bei mir! Mehr Party brauche ich aber auch nicht.

SONSTIGES = 7 €

Am Ende bleibt noch Kleinkram. 7 € im Monat lassen sich nicht wirklich zuordnen. Ein kleines Budget für diese Dinge sollte man aber immer einplanen.

 

GESAMTKOSTEN:  1.721Euro pro Monat

Kosten Langzeitreise
Meine Kosten nach einem Jahr Roadtrip durch Europa

Einsparungspotenzial

Ich denke ohne mich selbst einzuschränken kann ich auf meinem Roadtrip durch Europa noch bis zu 360 € pro Monat einsparen, ein paar Kosten werden sich aber auch noch erhöhen.

Verglichen mit Ausgaben von über 2.700 € im Monat in meiner Zeit vor dem Leben im Auto ist das schon eine drastische Reduktion.

Kosten Langzeitreise vorher nachher
Vergleich meiner Kosten vor der Langzeitreise (rot) und nach einem Jahr (blau) 

FAZIT

Alles in allem bin ich wirklich überrascht darüber, wieviel Geld ich doch monatlich auf meinem Roadtrip durch Europa ausgebe, obwohl ich ohne Wohnung und ohne viel materiellen Konsum unterwegs bin. Immer wieder hört man von anderen Bloggern, dass sie mit unter 1.000 € pro Monat klarkommen. Die Möglichkeit sehe ich für mich nicht, zumindest nicht auf einem Roadtrip durch in Europa als Alleinreisende. Sobald man zu zweit unterwegs ist, werden die Kosten pro Person sicher günstiger.

Durch die Kostenaufstellung habe ich gemerkt, dass ich in manchen Bereichen noch Einsparungspotenziale habe. Auf 1.400 € – 1.500 € werden meine Kosten pro Monat trotz Einsparungen aber ohne große Einschränkungen hinauslaufen. Einerseits finde ich das doch recht viel, andererseits kann ich mit diesem Budget Vollzeit reisen und erlebe mal eben so nebenbei eine ganze Menge. Ich sehe dabei die schönsten Orte in Europa, lerne viele tolle Leute kennen und bin auf einem guten Weg mich selbst besser kennenzulernen als je zuvor. Aber das ist eine andere Geschichte!


Du willst nichts verpassen?

Dann trag dich hier ein und ich sende dir alle News zu meinem Blog!

„In dem Newsletter schicke ich dir immer den neuesten Blog-Beitrag direkt zu. Nähere Informationen zu Inhalten, deiner Anmeldung und deinen Daten, dem Versand und der Auswertung sowie Abbestellmöglichkeiten erhebst du in der Datenschutzerklärung.“


Unterstütze mich!

Dir gefallen meine Reiseberichte und Beiträge? Das freut mich sehr!

Ich gebe mir große Mühe euch mit auf meine Reisen zu nehmen und so gut es mir gelingt die Welt zu zeigen. Ich habe mit dem Blog rebeccaontheroof.com nicht das primäre Ziel Geld zu verdienen, im Gegenteil: mir macht es Spaß euch auf von den Reisen zu berichten, vielleicht sogar zu inspirieren und ich kann durch das Schreiben gut reflektieren. Ihr könnt mich dennoch unterstützen, wenn ihr möchtet. Wie das geht?

Wenn du das nächste Mal bei Amazon etwas bestellst, klicke doch vorher auf den Banner unten, oder auf diesen Link um auf Amazon zu kommen. Für alle Artikel, die du innerhalb 24 Stunden bestellst, bekomme ich eine kleine Provision. Du bezahlst nicht mehr für deinen Einkauf bei Amazon, deine Bestellung zahlt aber automatisch in meine Dieselkasse ein.

Danke für deine Unterstützung!

16 Kommentare

  1. Hallo Rebecca,

    vielen Dank für deinen detaillierten und ehrlichen Blogeintrag. Ich glaube dass es doch so viel sein wird, hat so kaum einer erwartet, du wahrscheinlich auch nicht 🙂

    Mich würde interessieren, was an Ausrüstung und Habseligkeiten du für deine Tour dabei haben musst, um zu Leben bzw. um dein Business auszuführen.

    Wie groß fällt der Kleiderschrank aus, was ist an Werkzeug dabei, welche elektronischen Geräte, wie Laptop, Ipad, Router, usw.. sind mit an Bord. Hast du alles dabei, oder hast du irgendwo eine Base, wo du dinge wie Geburtsurkunde, Versicherungspolice, Wertpapieren, Zeugnisse aufbewahrst.

    Und was mich auch sehr interessieren würde, dass Thema „Minimalismus“:

    Wie geht man das Thema an. In welchem Zimmer legt man los. Wie trennt man sich leichter von Gegenständen. Ich befasse mich seit 1,5 Wochen mit dem Thema und habe massive Probleme bei:

    – Dinge, die mal viel gekostet haben (Zeitschriften usw…)
    – Dinge, die man Geschenkt bekommen hat (Emotionales)
    – Dinge, die einen Wert haben

    Ich habe jahrelang nach dem Motto gelebt:

    Lieber haben und nicht brauchen, als brauchen und nicht haben“.
    Daher habe ich sehr sehr viele Dinge. Das fängt bei Bekleidung an.
    Hier ein Beispiel:

    Hemden: kurzarm, langarm und das ganze noch jeweils in verschiedenen Farben
    Hosen genau das gleiche. Schuhe habe ich Sicherheitsschuhe, Halbschuhe, Stiefel, und alles in verschiedene Farben. Habe sicherlich über 20 Paar Schuhe. Für verschiedene Lebenslagen, wie zum Beispiel: Job, Feierlichkeiten, Sport (Indoor), Sport (Outdoor), Sandalen, Gummistiefel, gefütterte Thermostiefel, Wanderschuhe Winter, Wanderschuhe Sommer.

    Auch habe ich gerne in Massen eingekauft. z.B. Socken 20 Paar auf einmal um einen geilen Preis zu bekommen. Und das zieht sich komplett durch.

    Ich wohne aktuell in einem Haus mit über 120 qm, mit zusätzlich Keller, Scheune, Wießengrundstück und Hof. Scheune und Keller sind komplett mit einem Gewölbekeller unterkellert.

    Wie oben gesagt, angefangen habe ich schon. Aber es ist sehr sehr schleppend und irgendwie ist, obwohl schon viel entsorgt und bei ebay verkauft ist kaum eine optische Veränderung in Sicht. Hast du da ein paar Tipps oder ein paar wichtige Grundregeln wie man da vorgehen muss?

    Sorry, wenn ich total abgewichen bin vom eigentlichen Thema, aber war gerade im Schreibflow 🙂

    Liebe Grüße, Pierre

    1. Hallo Pierre,

      nein, das habe ich tatsächlich auch nicht erwartet. Ich wusste schon, was es ungefähr ist, aber so viel!?

      Du fragst nach Ausrüstung und Habseligkeiten. Im Prinzip ist das Essen, Kleidung (3 kleine GN Boxen), Handy und Laptop. Alles andere sind Luxusgegenstände, wie Wanderschuhe, ein kleines Stativ, eine Powerbank, ein Stuhl, ein Müllkralle usw. Ich brauche nicht viel um online zu arbeiten. Werkzeug habe ich nur das Nötigste und bisher nicht viel gebraucht. Ein paar Zangen, Schrauben, Nägel. Kabelbinder & Panzertape sind viel wichtiger!

      Ich habe tatsächlich alles dabei. Die meisten Unterlagen sind in den Müll gekommen, vorher natürlich digitalisiert. Nur ein paar Kisten mit Küchenkram und Kleidung stehen noch in Deutschland. Aber das brauche ich nur, wenn ich mal wieder einen festen Job und eine feste Bude haben sollte.

      Höre dir doch einmal den aktuellen Podcast von vanlust.de an. Da geht es viel um das Thema Minimalismus. Darin werden genau deine Fragen beantwortet!

      Mein Tipp: Fang einfach an und mache so viel, wie sich gut anfühlt. Der Rest kommt von alleine!

      Ganz liebe Grüße
      Rebecca

      1. Hi. Also sorry das ist ne dumme Kostenübersicht. Du könntest in einigen Punkten so viel Geld sparen. 160€ für Handy? Bei Aldi talk kostet das große Paket im Monat 20€ und du hast in jedem Euroland super mobiles Datenvolumen plus 6 GB zur Verfügung! Zack 140€ gespart. Punkt 2 die Versicherung. 144€ für ne Krankenversicherung? Geht auf deutlich günstiger muss man halt nur mal im Internet besser nachschauen! Und der letzte Punkt das auswärts Essen gehen. Richtig unnötig und kann man auch auf max. 1x pro Woche reduzieren, dann sind das auch nicht mehr als max. 80€ im Monat. Ich meine wenn man das Geld hat ist das alles ja in Ordnung soviel auszugeben, aber du stellst es ja so dar, als würde es nicht viel wesentlich günstiger gehen und vermittelst dadurch Leuten die evtl auch losziehen wollen ein völlig falsches Bild davon! Man kann sich das sehr gut leisten. Diese Summen hier sind einfach richtig Quatsch!!

        1. Hallo Dieda,

          danke für deine Mühe einen Kommentar zu schreiben. Erst einmal zu deinem ersten Satz ohne weiterzulesen: „dumme Kostenübersicht“ finde ich grundlegend nicht nett und ich bitte dich auf meinem Blog nur nett zu kommentieren.

          Nun zum Inhalt:
          – 6 GB reichen mir für 2-3 Tage. Macht dann wieviel im Monat?
          – Welche Krankenversicherungen sind denn günstiger als 144 Euro im Monat? Und decken Vollzeitreisen ab? Ich freue mich auf deine Empfehlungen!
          – Ich gehe gerne essen. Das leiste ich mir gerne. 260 Euro im Monat auswärts essen bedeutet ca 9 Euro am Tag. Das ist tatsächlich viel und könnte eingespart werden. Wie viel gibst du denn für Essen aus auf Reisen? Inklusive jedem Kaffee, Tee, Brezel, Eis, Kuchen, usw.? Mehr oder weniger als 9 Euro am Tag? Ich bin gespannt!

          Die Summen sind das Ergebnis aus einem Jahr Kassenbuch führen über jeden Cent. Wenn dir die Summen nicht gefallen, dann musst du sie ja nicht lesen. Quatsch sind sie auf jeden Fall nicht, sondern die Wahrheit.

          Mit sonnigen Grüßen
          Rebecca

  2. Hallo Rebecca, sehr interessanter Kostenbericht. Ich bin überrascht wie viel es kostet, ohne Miete, Gas, Strom usw. Das hätte ich nicht gedacht.
    Zumal Du ja noch nicht einmal Campingplatz Gebühren bezahlst und dein Auto nur 5,5 l/100 km braucht. Ich habe nicht verstanden, warum Du keine grüne Plakette am Auto hast. Weil es das in Österreich nicht gibt und der Händler Dir keine reingeklebt hat?
    Da ist meine Art des reisens aber deutlich günstiger. Die meisten Kilometer lege ich mit dem Pedelec zurück und das auch in Deutschland. Damit fahre ich auch durchs Gelände und manchmal auch auf kleine Berge. Kann während der Fahrt die Landschaft genießen und mich (fast) überall in der Natur frei bewegen.
    Meine Tagestouren sind meistens 60 – 90 km lang. Ich komme immer zu meinem Basislager zurück. Alle 4-5 Tage baue ich mein Lager dann wo anders auf. So kommt man zwar langsam voran, aber man nimmt alles intensiv war und hat genügend Zeit sich überall genau umzusehen.

    Ich frage mich, wie Du das nötige Geld für Deine Reisen von unterwegs aus dem Auto heraus erwirtschaften kannst? Oder finanzierst Du das vom ersparten? Und willst Du gar nicht mehr sesshaft werden oder hast Du dir ein bestimmtes Zeit- oder Reiseziel gesetzt?

    Ich wünsche Dir jedenfalls alles Gute für deine Reise.

    Bernd Koenig (Alias Bernd Bond 😀)

    1. Hi Bernd,
      danke für deinen Kommentar! Ich hatte tatsächlich eine Plakette. Bei meinem letzten Unfall musste auch die Frontscheibe ausgetauscht werden. Dabei wurde die Plakette nicht wieder angeklebt (gibt es in Österreich nicht und ich war in Österreich in einer Vertragswerkstatt). Das habe ich leider erst bemerkt, als die Politesse mich darauf aufmerksam gemacht hat!

      Das stimmt. Deine Art des Reisens ist günstiger. Aber zuhause hast du ja die gleichen Kosten, wie Versicherung, Essen, Handy & Co. Diese Kosten zähle ich ja mit zu meinen Reisekosten.

      Im Moment lebe ich noch viel von Erspartem, das stimmt. Ich verdiene aber auch schon ein wenig über verschiedene online Jobs. In diesem Bereich informiere ich mich viel und baue ich im Moment noch aus. Auch über Dachzeltnomaden kommt wieder etwas rein. Das arbeite ich im Prinzip auch fast Vollzeit im Moment. Festival & Camps Organisation, Blog betreiben, Gruppe administrieren, Social Media usw.

      Im Moment fühle ich mich sehr wohl mit dem Reisen. Wenn ich wieder sesshaft werden möchte, dann mach ich das.

      Lg Rebecca

  3. Hallo Rebecca

    Mit großem Interesse habe ich die ersten Internet-Beiträge in Bezug auf Dachzeltnomaden gelesen und bin dabei auch Deinen Blog gestoßen.

    Hinsichtlich Deiner Kostenaufstellung habe ich möglicherweise zwar etwas übersehen, doch ist mir bis jetzt das Wörtchen „Abschreibungen“ noch nicht aufgefallen. Wenn Du im Jahr 47.000 km fährst, dann dauert es doch nur wenige Jahre, bis die Anschaffung eines neuen Fahrzeugs ansteht. Und auch bei einem Leasing-Fahrzeug (rechnet sich das denn für eine Privatperson?) sind die Leasing-Raten wohl auch auf einen Normalnutzer mit deutlich weniger Jahreskilometerleistung ausgelegt.

    Von daher könnte Dein Ansatz vielleicht zu knapp ausgefallen sein. Was meinst Du?

    Meine besten Grüße
    Jürgen

    1. Hallo Jürgen,

      danke für deinen Kommentar und deine Sorge um meine fehlende Abschreibung.
      Tatsächlich ist es so, dass Leasing in Österreich eher mit Finanzierung in Deutschland gleichzusetzen ist. Aktuell ist der restliche abzuzahlende Betrag geringer, als das Auto noch wert ist. Also bin ich schon im Plus =)

      Wenn ich das Auto dann abbezahlt habe, dann schaue ich weiter, was ich mache. Ich denke, dass ich die gleiche Rate weiterhin zurücklegen werden, für die Anschaffung eines neuen Autos (hoffentlich nicht so bald!)

      Ganz liebe Dachzeltgrüße
      Rebecca

  4. Hey Rebecca,
    ich will gar nicht viel schreiben außer: Danke für die ehrliche Auflistung (es soll ja Menschen geben die nicht gern über Geld sprechen) und: Respekt für Deinen Mut, an Dich zu denken und Dich auf das Wesentliche zu beschränken!

    Ganz lieben Gruß und Hut ab,
    Steven

    1. Hey Steven,

      danke für deinen lieben Kommentar! Mir ist es tatsächlich wichtig solche Daten offenzulegen. Ich finde, dass viel zu viele kuriose Berichte im Internet kursieren, dass man mit 300 Euro im Monat klar kommt auf Reisen im Van. Das konnte ich mir nicht wirklich erklären, deshalb habe ich diese Aufstellung gemacht.

      Mit sonnigen Grüßen
      Rebecca

  5. Servus Rebecca

    Ich finde Deine Aufstellung bezüglich der monatlichen Kosten realistisch. Sicherlich lässt sich da und dort noch was einsparen. Aber, auch Freiheit kostet seinen Preis, wenn man es genießen soll. Bei nur ein Paar 100 € im Monat Gesamtkosten geht es dann schon Richtung Lebenskünstler. Mit Genuss hat das meiner Meinung nichts zu tun, sondern eher mit zu Überleben, wobei manche dann „glücklich sein“ sehr unterschiedlich definieren.

    Weiters bin ich von deinem Mut fasziniert aus dem sogenannten Hamsterrad auszubrechen. Ich habe das 2007 gemacht und alle meine Jobs gekänzelt. Ich arbeite nur mehr so viel, wie ich unbedingt zum Erhalt meines Lebensstandards benötige und um meine Freizeit mit geliebten Hobbys zu verbringen. Früher war für mich viel Geld als Manager verdienen wichtig, heute ist für mich der wirkliche Reichtum „Zeit“ zu haben und zu leben. Du hast dabei auch die Erfahrung gemacht, dass dazu etwas Geld nötig ist, dem kann ich nur zustimmen.

    herzliche Grüße aus Österreich

    Harry

    1. Hallo Harry,
      das sehe ich ganz genau so. Jeder soll doch machen, was er selbst für richtig hält. Solange man niemanden anderen damit stört, ist doch alles gut =)

      Für mich ist es eher so, dass ich gerne arbeite. Der Unterschied zu früher: Alles, was ich mehr habe als ich brauche, investiere ich in gute Projekte und lasse das Geld denen zukommen, die es nötiger haben als ich. Zumindest mache ich das bereits mit meiner Arbeitszeit. Viele unserer Projekte bei den Dachzeltnomaden sind reine Spendenprojekte, obwohl wir viel Zeit und Know How reininverstieren.

      Wie genau ich dieses Vorhaben in Zukunft noch weiter ausbauen werde weiß ich noch nicht, aber der Plan ist da =)

      Liebe Grüße auch gerade aus Österreich =)
      Rebecca

  6. Hallo Rebecca

    Seit vielen Jahren schreibe ich meine Ausgaben nach bestimmten Kriterien auf. Also 2000 und weiter sind Wohnkosten, 3000 sind Steuern, 4000 sind Versicherungen, usw. usf. Dies mache ich in einer einfachen Excel Tabelle. Ich nehme an, dass Du das auch so ausführst?

    Wenn ich so mobil wie Du wäre, würde ich auch alle Ausgaben notieren. Es gäbe da wohl noch eine Rubrik; „Unvorhergesehenes“, aber, das kann man gut auch mit deinem „Sonstigen“ gleichsetzen.

    Für mich war die Aufstellung von Dir spannend zu lesen, vielen Dank für Deine Mühen, diese hier so gut und übersichtlich aufzulisten.

    Wünsche Dir für Deine weiteren Reisen „ohne Ziel“ alles Gute.

    Fredy

    1. Hallo Fredy,
      ich mache das ähnlich, nur nicht mit „Konten“, sondern mit Kürzel. z.B. „E“ für Essen und „EA“ für Essen auswärts.

      Danke für deine lieben Worte. Ich wünsche dir auch alles Gute!

      Ganz liebe Dachzeltgrüße
      Rebecca

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.