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Paragliding in Kärnten

Titelbild_Paragliding-in-Kärnten

Meine Löffelliste ist nicht sonderlich lang, aber ich habe eine. Ganz oben stand auf dieser Liste seit Jahren ein Fallschirmsprung oder ein Tandemflug. Doch wie das immer so ist mit den größten Wünschen – irgendwie kommt man genau zu denen nie.

Glücklicherweise haben Freunde und Familie gut genug zugehört und mir zum 30. Geburtstag einen Tandemflug in Kärnten geschenkt. Ein ganzes Jahr später, zum 31. Geburtstag, habe ich diesen Gutschein von Tandem-Air endlich eingelöst. Ob sich das warten gelohnt hat und wie das Paragliding für mich war, das erzähl ich dir jetzt.

Der Gutschein für den Tandemflug war in Kärnten einzulösen, denn dort habe ich meinen letzten fester Wohnsitz gehabt. Doch diese Fahrt habe ich sehr gerne angetreten, so konnte ich mal wieder lieben Freunden einen Besuch abstattet und gleich noch den ein oder anderen Abstecher in die Karawanken machen, z.B. zur Klagenfurter Hütte und auf den Hochstuhl Klettersteig – beides sehr zu empfehlen!

An dem geplanten Datum konnte der Flug leider nicht stattfinden, es war zu viel Wind am Berg. Das hat mich doch schon sehr enttäuscht, es war ja schließlich mein Geburtstag. Damit sollte man immer rechnen, denn bei schlechtem Wetter oder schlechten Windverhältnissen kann man eben nicht fliegen, oder sollte man zumindest nicht. Na ja, an dem Wind kann man nun wirklich nichts ändern, also lieber den Tag genießen und einen schönen Abend an meinen Lieblingsplätzen in Kärnten genießen.

Magdalensberg-Kärnten-Kirche
Am Magdalensberg in Kärnten bin ich immer gerne – egal bei welchem Wetter

Neuer Tag, neues Glück! Und tatsächlich, es ging gleich morgens los mit dem Lift auf den Berg – die Gerlitzen. Einen von zwei Rucksäcken wurde in meine Obhut gelegt und ab nach oben. Erst mit der Seilbahn, dann noch mit dem Sessellift. Der Rucksack ist zwar nicht schwer, aber schon ziemlich unhandlich. Ich habe ihn und mich selbst aber heile bis nach oben gebracht. So langsam kam auch die Aufregung spürbar um die Ecke.

Auf der Gerlitzen angekommen ging es gleich zur Sache. Scheinbar war der Wind auch an diesem Morgen recht stark, zumindest hat mein Pilot Markus es auf einmal ziemlich eilig gehabt. Er hat den Schirm schnell ausgepackt und alles vorbereitet. Ich habe einen Helm und ein paar Handschuhe bekommen und meine Kamera vorbereitet.

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Mein Pilot Markus hat erst mich mit Helm und Handschuhen ausgestattet und dann den Schirm vorbereitet

Der Schirm hat nicht wirklich gemacht, was er sollte und Markus sagte etwas davon, dass das ein bekanntes Problem mit neuen Schirmen sei. Sie fliegen zwar prima, aber am Boden spinnen sie etwas rum – irgendwas mit Luftundurchlässigkeit. Beruhigt hat mich das nicht wirklich, aber er wird schon wissen was er macht.

Langsam war ich wirklich aufgeregt, denn es sah jetzt alles danach aus, als würde es gleich losgehen. Da packte Markus auf einmal den Schirm ein und ging schnellen Schrittes den Hang hinab. Ich bin mal hinterher gestolpert, nicht dass der noch alleine startet!

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Mein Pilot Markus trägt den offenen Schirm zum Startplatz

Ist er aber natürlich nicht. Von da an ging aber alles wirklich schnell. Vorher hat Markus mir noch erklärt, dass man ein paar schnelle Schritte beim Start machen muss, quasi losrennen. Jetzt war das auf einmal alles anders. Der starke Aufwind  wird uns erst einmal nach hinten ziehen. Das sei normal und ich brauche mir keine Sorgen zu machen.

Und so war es auch! Markus hat mich in eine Art Sitz eingespannt und zack zack ging es schon los und wir fliiiieeeeegen 😂

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Ein grandioser Ausblick über den Ossiacher See und die Karawanken

Ein Wahnsinns Gefühl! Es ist unbeschreiblich wie grandios das ist einfach so in der Luft zu gleiten. Ich bin aus dem Grinsen gar nicht mehr herausgekommen. Eine Weile sind wir nur so dahin getrieben und haben uns ein wenig über das Tandemfliegen unterhalten. Ob das eigentlich gefährlich ist und was denn so passieren kann 😉. Keine Sorge, ich hatte die Fragen gestellt und Markus hat mir nur Rede und Antwort gestanden. Ich denke nicht, dass er von sich aus während dem Flug von den Gefahren gesprochen hätte.

Inmitten des Flugs fragte Markus, ob er ein wenig Loops fliegen soll.

Ich dachte mir erst: „Ach du sche***, Loopings! OMG! 🤪. Aber was solls, wenn schon, denn schon.“ Und sagte: „Ja klaaar“

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Die Loops haben mir am besten gefallen

Dann habe ich festgestellt, dass Markus mit Loops hin und her Schaukeln meinte und keinen ganzen Looping. Das war aber auch schon genug Bewegung und Schräglage, dass ich das Gefühl hatte mich wirklich festhalten zu müssen.

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Über dir ist nichts außer Himmel und der Schirm

Dieser Loop war schon Adrenalin pur. Ich hatte sehr viel Spaß und Freude daran und fragte Markus kurz darauf, ob wir das nochmal machen können! Ich glaube ihm gefällt ein bisschen mehr Action auch besser als das normale gleiten. Er willigte sofort ein und es gab eine neue Runde, eine neue Wahnsinnsfahrt =). Zugegeben, nach der zweiten Runde war mir etwas schlecht. Aber es war so geil, dass auf den Videos sogar ein paar Schreie und ganz viel Lachen zu hören ist!

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Ich freue mich einfach zu fliegen und genieße die Aussicht!

Während dem gesamten Flug bin ich wirklich nicht aus dem Grinsen herausgekommen. Von Start bis Landung waren es etwas mehr als 17 Minuten. Gefühlt leider nur wie 5, aber deshalb nicht weniger genial. Die Karawanken einmal aus dieser genialen Vogelperspektive zu sehen habe ich mir bei Weitem nicht so bombastisch vorgestellt.

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Da unten steht mein Auto

Erst wenn man dem Boden wieder näher kommt wird klarer, wie hoch man doch eigentlich in der Luft ist. Ich weiß es nicht ganz genau auf welcher Höhe wir gestartet sind. Die Gerlitzen ist über 1.900 Meter hoch, also sind wir bestimmt über 1.700 Meter gestartet. Gelandet sind wir auf ca. 550 Metern, also haben wir einen Höhenunterschied von etwa 1.250 Metern überwunden! Kaum vorstellbar. Über ein Kilometer Höhenunterschiede in 15 Minuten Flugzeit! Wahnsinn!

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Kurz vor der Landung ist endlich wieder der eigene Schatten zu sehen!

Kurz vor der Landung hat Markus mir noch erklärt, wie die Landung funktioniert. Einfach Beine hoch und dann hinstellen, wenn er es sagt! OK – das schaff ich. War auch ganz easy und schneller erledigt als ich erst befürchtet hatte. Start und Landung ist ja immer so ne Sache bei allem was fliegt!

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Da liegt mein Schirm – und nach etwas mehr als 17 Minuten ist das Spektakel schon vorbei

Resümee

Alles in allem kann ich es nicht anders sagen: GEIL! Vielen lieben Dank an Peter und meine Familie, dass ihr mir diesen tollen Flug spendiert habt! 😍

Das Paragliding war ein wirklich phantastisches Erlebnis! Ich hatte keine wirklichen Erwartungen, was den Flug selbst angeht. Ebensowenig habe ich mich informiert, wie lange der Flug geht, wie der Start abläuft oder die Landung. Am liebsten mag ich es in solche Erfahrungen einfach reinzuspringen und sie in vollen Zügen zu genießen, ohne zu wissen was passieren wird.

Es war ultra spannend und eindrucksvoll. Ich werde es auf jeden Fall wieder machen, sobald sich eine Gelegenheit dazu ergeben sollte. Das Paragliding hat absoluten Suchtcharachter.

Noch viel geiler ist natürlich, wenn du jemanden kennst, der dich sogar fliegen kann. Für meinen nächsten Paragliding Flug ist es auf jeden Fall ein „must-have“ den Piloten vorher zu kennen. Streng nach dem Motto: „happiness is only real when shared“ würde ich empfehlen das Paragliding mit einem Freund oder Partner zu genießen.

Aber auf die Löffelliste sollte ein Paragliding Flug meiner Meinung nach auf jeden Fall!

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