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Portugal per Express bitte!

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Eigentlich wollte ich euch in diesem Beitrag die schönsten Erlebnisse von meiner gerade zurückliegenden Reise nach Portugal zusammenfassen. Aber wie das immer so ist mit diesem eigentlich, kommt es ganz anders als geplant.

Denn ich habe schon bei den ersten Zeilen festgestellt, dass es mir tatsächlich sehr schwer fällt meine schönsten Erlebnisse in einen Beitrag zu gießen.

Das hat mehrere Gründe:

  1. Es sind einfach zu viele Erlebnisse für einen Beitrag. Insgesamt war ich drei Monate unterwegs. Wie kam ich bitte auf die Idee, das alles auf einmal zu verarbeiten?
  2. Auf meiner Reise bin ich strikt dem Motto gefolgt: der Weg ist das Ziel. Dabei habe ich sehr viele tolle Erlebnisse gehabt – wirklich sehr viele. Dass ich diese schönen Momente nicht an einem Ort, sondern an unzählig vielen erlebt habe, macht ein best of für mich noch einmal schwieriger greifbar.
  3. Meine Reise ist kein Urlaub. Auch wenn ich reise und an vielen tollen Orten bin, heißt das nicht, dass ich im Urlaub bin. Kannst du dir vorstellen ein best of aus deinen letzten drei Monaten Alltag zu erstellen? Als Beispiel: wenn ich 14 Tage auf die Malediven fliege, habe ich danach ein paar prägende Geschichten von den Malediven zu erzählen. Vielleicht kann ich vom Hotel berichten, vom Wetter oder von dem leckeren Essen. Ganz abgesehen von diesem kristallklaren und türkisfarbenen Meer! Ich bin aber auf meiner Reise täglich unterwegs. Es ist kein Urlaub, sondern das wahre Leben – mit allem drum und dran. Das heißt ich muss auch mal Wäsche waschen, ganz normal einkaufen gehen, kochen, Auto putzen usw. Natürlich erlebe ich atemberaubende Orte und Momente, diese sind aber im wahrsten Sinne meines Mottos eher by the way.

Das heißt nicht, dass sie weniger schön sind, ich habe lediglich gerade erkannt, dass ich alle tollen Erlebnisse noch einmal aktiv und einzeln verarbeiten möchte. Danach kann ich mir einen Beitrag mit den best of von dieser Reise super gut vorstellen. Aber jetzt erst einmal eins nach dem anderen. Und natürlich nehme ich dich auch auf diese Reise mit! Wenn du nichts verpassen magst, trag dich hier ein und du verpasst keine Beiträge mehr von mir!

Portugal per Express?

Ein bisschen was mag ich dir aber schon von dieser Reise erzählen, auf der ich doch so viel gesehen und gelernt habe.

Wieso aber Portugal per Express? Es gibt doch so viele schöne Dinge zu sehen in diesem relativ kleinen Land. Weil für mich aber wie immer der Weg mein Ziel ist, habe ich auf meiner Reise wirklich ziemlich viel Zeit auf dem Weg und nicht am Ziel verbracht. Drei Monate waren insgesamt für die Route Deutschland-Portugal-Deutschland geplant. Erst nach 2 1/2 Monaten habe ich Portugal schlußendlich erreicht. Es gab einfach so viel Tolles zu sehen auf dem Weg, das ging nicht schneller ;)! Außerdem bin ich ja wie oben schon beschrieben nicht nur auf Reisen, sondern arbeite und lebe ja auch noch parallel.

Was genau ich arbeite? Hier bin ich gerade auf der Suche nach dem richtigen Weg für mich. Wenn du mehr über meine Suche nach dem perfekten ortsunabhängigen und digitalen Job erfahren magst, kannst du mein Projekt gerne auf Steemit verfolgen: #becomeadigitalnomad.

Schlußendlich hatte ich tatsächlich nur zwei Wochen in Portugal, von denen auch noch einiges an Zeit verloren ging, da jemand meinte mir ins Auto einbrechen zu müssen. Den organisatorischem Aufwand nach einem Einbruch im Ausland kannst du dir sicher selbst ausmalen!

Trotzdem konnte ich bereits ein wenig Portugal-Feeling schnuppern:

  • die Kork-Wälder haben mich überwältigt! Ich hatte keinen blassen Schimmer von deren Existenz, aber mich gleich zuhause gefühlt!
  • auch wenn ich keine Städte mag: Lissabon ist ein Besuch wert!
  • am Cabo da Roca (Titelbild) war es so atemberaubend schön, dass ich dort gar nicht mehr weg wollte. Weiterfahren geht ohnehin nicht, denn das ist der westlichste Punkt Europas Festlandes!

Du kannst dich schon auf die kommenden Beiträge dazu freuen!

Ich habe Portugal schon jetzt ins Herz geschlossen und bin mir sicher, dass ich diesem Ländchen noch den ein oder anderen Besuch abstatten werde.

3 Learnings in 3 Monaten

Seitdem ich wieder zurück in Deutschland bin werde ich ganz oft gefragt:

Was hast du in den letzten Monaten alles schönes erlebt?

Natürlich habe ich viele tolle Erlebnisse zu berichten. Und selbstverständlich erzähle ich auch in real live gerne darüber. Ich möchte ja nicht nur online dazu inspirieren die Natur und das Reisen zu genießen. Das geht auch offline ganz gut =)

Aber viel spannender sind für mich die Fragen:

Was habe ich alles gelernt auf dem Weg? Und was nehme ich mit fürs Leben?

1. Reisen bildet!

Dieses Zitat kennen wir wohl alle und es wird kaum jemand abstreiten. Aber bildet jede Art zu reisen auf die gleiche Art und Weise?

Definitiv: NEIN

Ich selbst bin in der Vergangenheit ganz anders und weniger intensiv gereist. Dabei habe ich definitiv auch wesentlich weniger gelernt. Sicherlich habe ich auch tolle Orte gesehen und nette Menschen getroffen. Doch für einen längeren Zeitraum alleine zu reisen bildet noch einmal auf eine ganz andere Art und Weise! Dabei ist es egal wo du bist und welche tollen Orte du besuchst.

Denn in erster Linie bildest du dich selbst und lernst dich Tag für Tag ein wenig besser kennen – gesetz dem Fall du lässt es zu und beschäftigst dich aktiv mit deinen Gedanken. Das ist durchaus anspruchsvoll und manchmal emotional gar nicht so einfach. Aber mich persönlich hat es sehr Meilen nach vorne gebracht. Es fühlt sich an als würde ich mich schon durch diese drei Monate zu einer anderen Person entwickeln.

Zu einer besseren Version meiner selbst!

Diese Bildung – besser wohl Persönlichkeitsentwicklung genannt – macht das Reisen für mich unglaublich spannend und wertvoll. Ich kann eine Langzeitreise alleine jedem empfehlen. Du solltest dafür allerdings bereit dazu sein, dich mit dir selbst intensiv auseinanderzusetzen. Glaube mir: das ist wirklich anstrengend, aber jede Mühe wert!

2. Der Weg ist das Ziel!

Du weißt ja sicher mittlerweile, das ist mein Motto. Im Nachhinein habe ich aber festgestellt, dass ich auf meiner Reise doch ein wenig die Eckpunkte vermisst habe.

Trotz gefühlt 1000 atemberaubender Orte und 10.000 gefahrenen Kilometern, habe ich gleichzeitig den Eindruck nichts von Frankreich, Spanien und Portugal gesehen zu haben. Denn ich war irgendwie stets nur auf der Durchreise. Ich habe mich wenig informiert und somit auch recht wenig über die Regionen gelernt.

Bei der nächsten größeren Reise möchte ich mir im Vorfeld bestimmte Regionen aussuchen, die ich besonders begutachten möchte. Vermutlich kommt am Ende dann trotzdem wieder alles anders als geplant, aber ein Versuch ist es wert! =)

3. Reisen alleine – Fluch oder Segen?

Viele Langzeitreisende schwärmen von den vielen tollen Menschen, denen sie auf ihrer Reise begegnen. Einige sagen sogar, das macht das Reisen überhaupt erst wertvoll. Anfangs habe ich ebenso Kontakt zu Einheimischen und Touristen gesucht.

Je südlicher ich gekommen bin, desto mehr hatte ich berechtigte Sorge, dass meine offene Art auch einmal falsch interpretiert werden könnte. Alleine als Frau mit Zelt unterwegs zu sein birgt da schon die ein oder andere Gefahr, vor allem vor Übergriffen. Ich hätte nicht gedacht, dass das für mich ein Thema werden würde, aber ich habe mich tatsächlich immer mehr abgeschottet, je mehr ich gen Süden gefahren bin. Je südlicher – desto temperamentvoller sind nun einmal auch die Männer.

Dann habe ich festgestellt, dass ich die größte Party in der Einsamkeit feiere.

Ich liebe Menschen und den Kontakt zu vielen verschiedenen Persönlichkeiten. In einem sicheren Umfeld bin ich die größte Quasselstrippe und häufig in netter Gesellschaft zu finden. Doch bei dieser Art zu reisen habe ich gelernt, wie wertvoll die Einsamkeit für mich ist.

Mein Schlüssel zum Glück ist hier das gesunde Mittelmaß zwischen Phasen mit vielen Menschen um mich herum und Phasen in denen ich die Einsamkeit genießen kann!

Ausblick

Diese Reise und das Langzeitreisen an sich hat mich schon jetzt verändert. Ich bin entspannter, freier und obwohl ich nicht viel Kontakt zu Einheimischen hatte auch weltoffener und toleranter geworden.

Ich bin wirklich gespannt, was das Reisen noch so alles mit mir macht, du auch?

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Ich gebe mir große Mühe euch mit auf meine Reisen zu nehmen und so gut es mir gelingt die Welt zu zeigen. Ich habe mit dem Blog rebeccaontheroof.com nicht das primäre Ziel Geld zu verdienen, im Gegenteil: mir macht es Spaß euch auf von den Reisen zu berichten, vielleicht sogar zu inspirieren und ich kann durch das Schreiben gut reflektieren. Ihr könnt mich dennoch unterstützen, wenn ihr möchtet. Wie das geht?

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